+++ Sparplan als Anlagealternative? +++ 27.01.2010
Banksparpläne werden zurzeit gerne genommen – niemand weiß, wie sich risikoreichere Aktien und Anleihen in Zukunft entwickeln. Beim Sparplan zahlt man mehrere Jahre lang monatlich den vereinbarten Betrag ein, dafür bekommt man feste oder auch von Jahr zu Jahr steigende Zinsen und oft einen zusätzlichen Bonus, der am Ende des Jahres oder am Schluss der Laufzeit gutgeschrieben wird. Bonus-Sparpläne sind aber vor allem für die Banken ein gutes Geschäft. Von vagen Versprechen wie „Garantierte Zinsen plus zusätzlicher Bonus bis zu 10 Prozent" sollte man sich nicht blenden lassen. Vergleiche zeigen, dass Banksparpläne allenfalls durchschnittliche Renditen abwerfen.
Die verschiedenen Bonus-Modelle sind für den Kunden oft schwer durchschaubar. Anders als bei Kreditangeboten (§ 6 Preisangabenverordnung) müssen Geldinstitute für ihre Anlageprodukte noch immer keinen Effektivzins angeben. Das erschwert dem Kunden den Vergleich der Angebote. Experten raten, sich vor der Unterschrift von der Bank genau ausrechnen zu lassen, wie viel Geld am Ende beim angebotenen Banksparplan mindestens herauskommt. Auf eine Grundverzinsung von weniger als rund 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von zehn Jahren sollte sich zurzeit kein Anleger einlassen, denn oft ist der „attraktive“ Bonus am Jahresende nicht wirklich interessant.
Hat man die Wahl zwischen einem Sparplan mit variablem Zins und einem Angebot mit garantiertem Ertrag, ist das Festzinsangebot oft die bessere Entscheidung. Variable Sparpläne bieten zwar den Vorteil, dass sie sich an den aktuellen Zinskonditionen orientieren – steigt der Marktzins, bekommt auch der Kunde mehr auf sein Konto. Doch in der Praxis geben die Banken sinkende Marktzinsen gern und schnell an ihre Anlagekunden weiter, halten sich aber bei steigendem Zinsniveau vornehm zurück.
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